Was tun, wenn es mit der körperlichen Nähe nicht mehr richtig klappt?
Wenn Unsicherheit das Liebesleben verändert
Es gibt diese Abende, an denen man gemeinsam Nähe sucht – und plötzlich merkt man, dass etwas anders ist. Was sonst selbstverständlich war, klappt beim Liebesleben nicht mehr wie gewohnt. Oft werden keine Worte gefunden, manchmal schaut man einfach gemeinsam eine TV-Serie, um auszuweichen. Nach ein paar Mal bleibt ein seltsames Gefühl von Unsicherheit, vielleicht auch Scham. Viele Männer fragen sich dann leise: «Bin ich der Einzige? Wird das wieder wie früher?» Erektionsstörungen kommen relativ häufig vor – und niemand muss mit Sorgen oder Fragen alleine bleiben.
Was ist eine erektile Dysfunktion?
Von einer erektilen Dysfunktion spricht man, wenn über einen Zeitraum von mindestens ≥ 6 Monaten in der Mehrzahl der Versuche (über 70 %) keine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion erreicht oder gehalten werden kann. Grundsätzlich gilt, wenn Erektionsprobleme über mehrere Wochen wiederholt auftreten oder spätestens nach rund 3 Monaten weiterhin bestehen, sich verschlimmern oder belasten, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll. Das gilt besonders, wenn Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck oder andere Herz‑Kreislauf-Erkrankungen bestehen.
Auch Begriffe wie «Potenzstörung», «Impotenz» oder «Erektionsstörung» werden genutzt (meist synonym genutzt – es geht um wiederkehrende Schwierigkeiten mit der Erektion). Gelegentliche Erektionsprobleme sind meist unbedenklich. Werden sie aber zur Regel – etwa mehrmals pro Monat über Wochen – sollten Sie eine Fachperson aufsuchen.
Behandlungsmöglichkeiten und Beratung
Die Apotheke ist eine Anlaufstelle für Fragen zu Potenzproblemen, Erektionsstörungen oder Impotenz. Sie bietet eine fachkundige und diskrete Orientierung im Rahmen ihrer Kompetenzen.
- Individuelle Erstberatung und Einschätzung Ihrer Situation
- Hinweise, wann eine ärztliche Abklärung oder eine weitere Behandlung sinnvoll ist
- Unterstützung bei allgemeinen Fragen zur Männergesundheit, Prävention und Lebensstil. Weiterleitung an Fachperson bei Bedarf
- Informationen rund um Behandlungsmöglichkeiten in der Schweizer Apotheke
- Tipps, wie Sie Ihre sexuelle Gesundheit unterstützen können.
Ursachen der erektilen Dysfunktion – warum Potenzprobleme entstehen können
Die Gründe für Erektionsstörungen sind vielfältig:
- Durchblutungsprobleme, etwa bei Bluthochdruck, Arteriosklerose oder Diabetes
- Hormonelle Veränderungen, insbesondere im Alter
- Psychische Belastungen, Stress, Partnerschaftskonflikte (psychische Ursachen sind häufig mitbeteiligt)
- Lebensstil: Rauchen, wenig Bewegung, Übergewicht, regelmässiger Alkoholkonsum
- Bestimmte Arzneimittel können sich ebenfalls negativ auswirken
Gerade bei Diabetes ist das Risiko für Potenzprobleme erhöht.
Wann sollten Sie zum Arzt gehen?
- Wenn Potenzprobleme oder Erektionsstörung über ≥ 6 Monate hinweg regelmässig auftreten.
Unabhängig von dieser Definition gilt: Wenn Erektionsprobleme über mehrere Wochen wiederholt auftreten oder spätestens nach rund 3 Monaten weiterhin bestehen, sich verschlimmern oder belasten, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll. Das gilt besonders, wenn Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck oder andere Herz‑Kreislauf-Erkrankungen bestehen. - Wenn Sie Diabetes, Bluthochdruck oder weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben
- Bei Begleitsymptomen wie Schmerzen, Brustenge oder Sehstörungen
- Wenn Unsicherheit Ihre Partnerschaft oder Lebensfreude belastet
Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, Ursachen zu identifizieren und geeignete Lösungen zu finden.
Behandlungsmöglichkeiten bei Erektionsstörung und Impotenz – was ist in der Schweiz möglich?
In der Schweiz gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für erektile Dysfunktion. Welche Lösungen für Ihren spezifischen Fall geeignet sind, entscheidet Ihr Arzt oder Ihre Ärztin nach einer gründlichen Untersuchung. Dies ist eine individualisierte ärztliche Entscheidung, die auf Ihrer persönlichen Gesundheitssituation basiert. Die Apotheke kann Sie dazu beraten, erste Fragen klären und Sie bei Bedarf an eine Fachperson verweisen.
Risiken und Nebenwirkungen
Behandlungen gegen erektile Dysfunktion können Nebenwirkungen haben. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie vor einer Behandlung umfassend über mögliche Risiken und Nebenwirkungen informieren. Dies ist Teil der ärztlichen Aufklärung und ist individuell, da es von Ihrer Gesundheitssituation abhängt.
Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit:
- Alle Medikamente, die Sie einnehmen
- Alle bekannten Erkrankungen (besonders Herz-, Blutdruck-, Augenprobleme)
- Allergien oder Unverträglichkeiten
Prävention: Potenzprobleme selbst aktiv angehen
- Bewegung in den Alltag integrieren – schon kleine Schritte machen einen Unterschied.
- Rauchstopp, weniger Alkohol und ausgewogene Ernährung verbessern die Gefässgesundheit.
- Stress abbauen und psychische Belastungen ernst nehmen sind wichtig für Körper und Psyche.
- Sprechen Sie mit der Partnerin oder dem Partner – offene Kommunikation entlastet beide.
FAQ – Häufige Fragen zu Erektionsstörung, Impotenz und Potenzproblemen
- Was ist der Unterschied zwischen Erektile Dysfunktion, Erektionsstörung und Impotenz?
- Die Begriffe werden meist synonym genutzt – es geht um wiederkehrende Schwierigkeiten mit der Erektion.
- Was heisst «Impotenz Behandlung Schweiz»?
- Therapieoptionen werden individuell festgelegt. Die Entscheidung entsteht im Gespräch mit Fachpersonen – Bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder nach einer ersten Orientierung in der Apotheke.
- Wie beeinflusst Diabetes die Potenz?
- Diabetes ist einer der häufigsten Risikofaktoren, da er die Blutgefässe schädigt.
- Wo kann man sich bei Potenzprobleme in der Schweiz diskret beraten lassen?
- Beratung in der Apotheke ist eine mögliche Anlaufstelle für diskrete Einschätzung und Orientierung – mit persönlicher Betreuung und bei Bedarf Weitervermittlung zum Arzt.
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Dieser Beitrag wurde von PharmOnline in Zusammenarbeit mit Fachpersonen erstellt und orientiert sich an öffentlich zugänglichen Fachinformationen (u.a. Uroviva, Männerarzt, Ars Medici sowie Informationen von Swissmedic). PharmOnline und die angeschlossenen Apotheken geben keine Heilversprechen ab und übernehmen keine Garantie für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Informationen. Entscheidungen zu Diagnostik und Therapie dürfen ausschliesslich durch Ärztinnen, Ärzte oder andere dazu berechtigte Fachpersonen getroffen werden. Aus der Nutzung dieser Informationen können gegenüber PharmOnline und den beteiligten Apotheken keine Haftungsansprüche abgeleitet werden.
Quellen
Männerarzt.ch:
https://www.maennerarzt.ch/andrologie/sexualstoerungen/potenzstoerungARS MEDICI:
https://www.rosenfluh.ch/arsmedici-2009-17/erektile-dysfunktion
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