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Pollenallergie und Heuschnupfen

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschliesslich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Ärztinnen, Ärzte oder Apothekenpersonal. Er enthält keine Werbung für konkrete Arzneimittel.

Von der Redaktion pharmonline.ch  ·  Geprüft:  ·  Lesezeit: ca. 8 Minuten  ·  Quellenverzeichnis

Heuschnupfen und Pollenallergie Schweiz: Symptome, Pollenkalender und Behandlung

Endlich Frühling. Die Sonne wärmt, die Bäume blühen, die Terrasse lockt. Genau in diesem Moment beginnt für rund 20 % der Schweizer Bevölkerung die anstrengendste Zeit des Jahres.[1]

Die Nase läuft. Die Augen brennen. Der Schlaf wird schlechter, die Konzentration sinkt. Sie kämpfen sich durch den Tag, obwohl Sie eigentlich gesund sind.

Dahinter steckt eine Immunreaktion. Und die lässt sich gezielt behandeln. Wer die eigenen Auslöser kennt und den Pollenkalender nutzt, ist besser vorbereitet.

Noch unsicher, ob Heuschnupfen? Ihre Apotheke kann bei der Einschätzung helfen — Apotheke finden →

Symptome der Pollenallergie erkennen

Pollenallergie und Heuschnupfen bezeichnen dasselbe: Das Immunsystem reagiert auf Blütenstaub.

Heuschnupfen beginnt fast immer in der Nase: Niesen, Juckreiz, ein Laufen, das sich nicht wegschneuzen lässt.[1] Dazu kommen tränende Augen, Halsschmerzen und eine Müdigkeit, die sich durch den ganzen Tag zieht.

Manche Betroffene entwickeln auch Hautreaktionen oder Hustenreiz.[6]

Pollenallergie tritt häufig erstmals im Teenager- oder jungen Erwachsenenalter auf, oft ohne Vorwarnung. Wer jeden Frühling erschöpft, gereizt und mit laufender Nase durch den Tag kommt, sollte das abklären lassen. Eine frühe Diagnose kann helfen, das Risiko einer Ausweitung der Allergie oder der Entwicklung von Asthma zu reduzieren.

Heuschnupfen oder Erkältung?

Die Zeichen sind ähnlich – der Ursprung nicht. Heuschnupfen setzt schlagartig ein, verläuft ohne Fieber und ist an die Pollensaison gebunden.[1] Eine Erkältung entwickelt sich langsamer, geht häufig mit Fieber einher und klingt nach wenigen Tagen ab.

Wann sofort zum Arzt?
Bei Atemnot, pfeifendem Atem oder starkem Engegefühl in der Brust bitte umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen. Diese Zeichen können auf Asthma oder einen Etagenwechsel hinweisen.

Ursachen: Welche Pollen sind in der Schweiz am häufigsten?

Pollenallergie entsteht, wenn das Immunsystem auf harmlosen Blütenstaub wie auf einen Eindringling reagiert, und eine überschiessende Abwehrreaktion auslöst.[1] In der Schweiz gehören Gräser- und Birkenpollen zu den häufigsten Auslösern.[1]

Rund 70 % der Heuschnupfen-Betroffenen reagieren auf Gräserpollen.[4] Birke und Esche kommen häufig dazu.[5]

Die Belastung ist regional verschieden: Im Mittelland startet die Saison früher als in den Bergen. Wer in Zürich bereits im Februar auf Hasel reagiert, hat in höheren Lagen oft noch einige Wochen ohne Beschwerden.[3]

Kreuzallergie: Wenn der Körper Apfel und Birke verwechselt

Viele Birkenpollenallergiker erleben ein Phänomen, das oft überrascht: Nach dem Essen eines rohen Apfels, einer Haselnuss oder einer Kirsche kribbelt oder juckt es plötzlich in Mund und Rachen. Das ist kein Zufall.

Das Immunsystem verwechselt bestimmte Eiweissstrukturen in diesen Lebensmitteln mit denen der Birkenpollen – sie sind sich molekular sehr ähnlich.[11] Dieses Phänomen nennt sich Orales Allergiesyndrom (OAS). In der Schweiz ist es besonders relevant: Rund 70 % der Baumpollen-Allergiker sind betroffen.[11]

Häufige Auslöser bei Birkenpollen-Allergie:

  • Kernobst und Steinobst: Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Aprikosen, Kirschen, Pflaumen
  • Nüsse: Haselnüsse, Wal- und Paranüsse
  • Gemüse: Sellerie, Karotten, Soja
Wichtig: Die Symptome des OAS sind meist mild (Kribbeln, Juckreiz im Mund) und klingen rasch ab. Sie treten typischerweise nur bei rohem Verzehr auf – Kochen oder Erhitzen zerlegt die auslösenden Eiweisse.
In seltenen Fällen sind stärkere Reaktionen möglich. Bei Atemnot oder Schwellungen im Rachen bitte umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen.

Das aha! Allergiezentrum Schweiz klärt diese Zusammenhänge auf Wunsch auf. Ebenso Apotheken im persönlichen Beratungsgespräch.

Pollenkalender Schweiz: Wann fliegen welche Pollen?

Der Pollenkalender zeigt, wann welche Pflanzen blühen und wie hoch die Belastung in einer Region ist.[3] Mit der Prognose in der Hand planen Sie Ausflüge und Sport gezielter – und wissen, wann Sie Fenster besser geschlossen lassen.

MeteoSchweiz und pollenundallergie.ch bieten aktuelle Prognosen – kostenlos und als App für iOS und Android.[3]

Pollensaison Schweiz – Mittelland im Überblick
PflanzeHauptflugzeitPeakBelastung
Hasel / ErleFeb – MärzFebruarMittel
Esche / BirkeMärz – MaiAprilHoch
GräserMai – Juli⚠ Mai – JuniSehr hoch
Beifuss / AmbrosiaAug – OktAugustHoch

Angaben variieren je nach Höhenlage und Region. Quelle: MeteoSchweiz / pollenundallergie.ch[3]

Behandlung bei Heuschnupfen: Mittel und Therapien

Bei Pollenallergie gibt es zwei Richtungen: Symptome lindern oder die Ursache behandeln.[1]

Symptomlindernde Mittel

Die am häufigsten eingesetzten Mittel wirken auf drei Arten: Antihistaminika blockieren Histamin, den Botenstoff, der die allergische Reaktion auslöst. Kortisonhaltige Nasensprays bremsen die Entzündung direkt in der Schleimhaut. Mastzellstabilisatoren wirken vorbeugend – sie beruhigen die Schleimhaut, bevor die Reaktion überhaupt beginnt. Alle drei sind als Tabletten, Nasensprays oder Augentropfen erhältlich.[1]

Swissmedic regelt, welche Mittel in der Schweiz als Arzneimittel zugelassen sind.[2] Die Apotheke berät Sie in der Regel kostenlos und prüft, ob eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.

Kausale Therapie: Allergen-Immuntherapie

Die Allergen-Immuntherapie (SIT), auch Desensibilisierung genannt, ist die einzige Therapie, die direkt an der Ursache der Allergie ansetzt. Nach aktuellem Forschungsstand können bei regelmässiger Durchführung die Beschwerden abnehmen und die Empfindlichkeit der Atemwege sinken.[1]

Die SIT erfordert eine ärztliche Verordnung. Ob Ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt, klären Sie am besten direkt mit Ihrer Krankenkasse.

Augentropfen und Nasenspray bei Pollenallergie

Pollenallergie betrifft häufig gleichzeitig Augen und Nase. Für beide gibt es unterschiedliche Mittel. Die Wahl hängt davon ab, welche Beschwerden vorliegen und wie stark sie ausgeprägt sind.

Antiallergische Augentropfen

Antiallergische Augentropfen lindern Juckreiz, Rötung und Tränenfluss direkt am Ort der Beschwerden. Es gibt zwei Hauptklassen: Lokale Antihistaminika hemmen die Histaminwirkung rasch bei akutem Juckreiz. Mastzellstabilisatoren wirken vorbeugend – sie beruhigen die Schleimhaut, bevor die allergische Reaktion überhaupt beginnt, und müssen deshalb bereits vor der Pollensaison eingesetzt werden.

Einige Präparate kombinieren beide Wirkmechanismen. Welche Variante für Ihre Situation geeignet ist, hängt davon ab, ob Sie vorbeugend oder akut behandeln möchten. Sprechen Sie Ihre Apotheke darauf an.

Nasenspray bei Heuschnupfen

Für die Nase gibt es ebenfalls verschiedene Optionen: Kortisonhaltige Nasensprays bremsen die Entzündung in der Schleimhaut und wirken bei regelmässiger Anwendung zuverlässig. Antihistaminische Nasensprays setzen schneller an, halten aber kürzer an.

Abschwellende Nasensprays sind nur für den kurzfristigen Einsatz geeignet – bei längerer Anwendung kann sich eine Gewöhnung einstellen, die Beschwerden können sich dadurch sogar verschlimmern. Dieser Punkt wird in der Apotheke häufig angesprochen, weil er in der Selbstmedikation oft unterschätzt wird.

Tipp: Wer sowohl Augen- als auch Nasensymptome hat, profitiert häufig von einer kombinierten Strategie.

Hausmittel und Verhaltenstipps bei Pollenbelastung

Nicht jede Person greift sofort zu Medikamenten. Das muss auch nicht sein. Einige einfache Massnahmen können bereits schon helfen:

  • Nasenspülung mit Salzlösung: Spült Pollen mechanisch aus den Schleimhäuten und reduziert die lokale Reizung spürbar (ohne Wirkstoff, ohne Nebenwirkungen). Besonders wirksam direkt nach dem Aufenthalt im Freien.[9]
  • Fenster zur richtigen Zeit öffnen: In der Stadt morgens lüften, auf dem Land abends. Dann ist der Pollenflug am geringsten. So holen Sie frische Luft, ohne unnötig Pollen ins Schlafzimmer zu lassen.
  • Haare waschen vor dem Schlafengehen: Pollen sammeln sich im Haar über den Tag an und landen sonst direkt auf Ihr Kopfkissen. Ein einfacher Schritt, der die Schlafqualität verbessern kann.
  • Kleidung wechseln nach Aussenaufenthalt: Pollen haften an Textilien. Wer die Strassenkleidung draussen lässt, reduziert die Belastung im Wohnraum erheblich.
  • Pollenprognose täglich checken: Bei hoher Pollenbelastung Aussenaktivitäten gezielt verschieben oder vorbeugende Massnahmen anpassen. MeteoSchweiz und pollenundallergie.ch bieten kostenlose Tagesprognosen.[3]

Diese Massnahmen ersetzen keine Behandlung, können die Beschwerden aber spürbar lindern.

Wann zur Apotheke — wann zum Arzt?

Die Apotheke ist eine erste Anlaufstelle bei Heuschnupfen-Beschwerden. Anders als eine Internetrecherche kennt die Fachperson Ihre individuelle Situation, kann Wechselwirkungen mit bestehenden Mitteln prüfen und weiss, welche Mittel in der Schweiz von Swissmedic zugelassen und für Ihre Beschwerden geeignet sind.[2]

Der erste Schritt ist niederschwellig: Sie schildern kurz Ihre Symptome. Die Fachperson übernimmt die weitere Einschätzung. Die Beratung dauert in der Regel nur wenige Minuten. Zeitpunkt klären Sie direkt mit Ihrer Apotheke.

Ein Arztbesuch ist empfehlenswert, wenn:

  • Symptome trotz Behandlung nach 1–2 Wochen nicht besser werden
  • Husten, Atembeschwerden oder pfeifendes Atmen hinzukommen
  • Der Schlaf dauerhaft beeinträchtigt ist
  • Eine Desensibilisierung in Betracht gezogen wird
  • Kinder betroffen sind und die Diagnose noch nicht gesichert ist
  • Sie schwanger sind (siehe Abschnitt unten)
Wichtig: Unbehandelte Pollenallergie kann bei einem Drittel der Betroffenen zu allergischem Asthma. Frühzeitige Behandlung kann dieses Risiko reduzieren.

Pollenallergie bei Kindern: Was Eltern wissen müssen

Wenn Ihr Kind morgens mit geröteten Augen aufwacht, in der Schule nicht aufpasst oder abends erschöpft und gereizt nach Hause kommt, könnte Heuschnupfen dahinterstecken. Pollenallergie beginnt häufig im Schulalter und wird dabei oft unterschätzt, weil die Symptome denen einer normalen Erkältung ähneln.

Die Auswirkungen auf Konzentration und schulische Leistung können stärker sein als bei Erwachsenen. Manchmal können Kinder dies kaum in Worte fassen, wie belastet sie sich dadurch fühlen.[1]

Im Schulalltag hilft es, die Lehrperson über die Pollensaison zu informieren: An Tagen mit sehr hoher Belastung kann Sportunterricht im Freien sofern möglich, in die Halle verlegt oder auf den frühen Morgen verschoben werden. Morgens ist der Pollenflug geringer. Stehen wichtige Prüfungen in der Hochsaison an, lohnt es sich, eine frühzeitige Behandlung mit der Apotheke abzusprechen. Unbehandelter Schlafmangel durch Heuschnupfen kann die Konzentration am Prüfungstag messbar beeinträchtigen.

Die Allergen-Immuntherapie ist ab dem Schulalter möglich und kann einer Asthmaentwicklung langfristig entgegenwirken.[1]

Bei Kindern gilt: Diagnose zuerst. Ein Arztbesuch klärt, welche Pollen betroffen sind und welche Massnahmen für Ihr Kind konkret sinnvoll sind. 

Heuschnupfen in der Schwangerschaft

Schwangere, die an Pollenallergie leiden, stehen vor einer besonderen Herausforderung: Viele Arzneimittel sind in der Schwangerschaft nicht geeignet oder nur eingeschränkt anwendbar. Gleichzeitig kann starker Heuschnupfen die Schlafqualität und das allgemeine Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen.

Nicht-medikamentöse Massnahmen wie Nasenspülung mit Salzlösung, Pollenvermeidung, Kleidungswechsel, richtiges Lüften, sind in der Schwangerschaft uneingeschränkt empfehlenswert und helfen vielen Betroffenen bereits deutlich.

Wichtig bei Schwangerschaft: Keine Eigenmedikation ohne ärztliche Rücksprache! Auch bei rezeptfreien Mitteln. Arzt und Apotheke beurteilen gemeinsam, welche Massnahmen in Ihrer Situation vertretbar sind.

Klimawandel und Pollenallergie: Längere Saison in der Schweiz

Die Pollensaison in der Schweiz beginnt früher und endet später.[10] Der Klimawandel verlängert Blütezeiten und erhöht die Pollenkonzentration in der Luft. Was früher vier Monate dauerte, kann sich heute auf bis zu sechs Monate ausdehnen. In der Schweiz startet die Haselsaison im Mittelland im Schnitt zwei bis drei Wochen früher als noch vor dreissig Jahren.

Für Betroffene bedeutet das: längere Beschwerdezeiten, ein früherer Behandlungsbeginn lohnt sich – und die Pollenprognose von MeteoSchweiz wird noch wichtiger als Orientierung im Alltag.[3] Lassen Sie sich in der Apotheke beraten, wie Sie die Saison dieses Jahr besser vorbereitet angehen können.

Häufige Fragen zu Pollenallergie und Heuschnupfen

Was sind typische Symptome von Pollenallergie?

Niesen, laufende oder verstopfte Nase, juckende und tränende Augen sowie Halsschmerzen sind die häufigsten Beschwerden. Manche entwickeln auch Husten oder Hautreaktionen. In der Schweiz ist rund jede fünfte Person betroffen.[1]
Wie unterscheidet sich Heuschnupfen von einer Erkältung?
Heuschnupfen setzt schlagartig ein, verläuft ohne Fieber und ist an die Pollensaison gebunden. Eine Erkältung entwickelt sich langsamer, geht häufig mit Fieber einher und klingt nach einigen Tagen ab.[1]
Welche Mittel helfen bei Heuschnupfen?
Antihistaminika, kortisonhaltige Nasensprays und antiallergische Augentropfen lindern die Symptome wirksam.
Was hilft gegen tränende und juckende Augen bei Pollenallergie?
Antiallergische Augentropfen wirken direkt am Ort der Beschwerden. Es gibt verschiedene Wirkstoffklassen. Lokale Antihistaminika und Mastzellstabilisatoren. Welche davon zu Ihrer Situation passt, klärt Ihre Apotheke.
Welchen Pollenkalender gibt es für die Schweiz?
MeteoSchweiz und pollenundallergie.ch bieten aktuelle, regionale Prognosen. Kostenlos und als App.[3] Der Kalender zeigt, wann welche Pollen fliegen und wie hoch die Belastung in Ihrer Region gerade ist.
Was ist eine Kreuzallergie bei Pollenallergie?
Das Orale Allergiesyndrom (OAS) entsteht, wenn das Immunsystem Eiweissstrukturen in Lebensmitteln mit Birkenpollen verwechselt. Typisch: Kribbeln im Mund nach rohem Apfel, Haselnuss oder Kirsche. Rund 70 % der Baumpollen-Allergiker sind betroffen.[11]
Kann ich in der Schwangerschaft Mittel gegen Heuschnupfen nehmen?
In der Schwangerschaft sind viele Arzneimittel nicht geeignet oder nur eingeschränkt anwendbar. Nicht-medikamentöse Massnahmen wie Nasenspülungen und Pollenvermeidung sind uneingeschränkt empfehlenswert. Für alle medikamentösen Optionen gilt: immer zuerst Arzt oder Apotheke befragen! Auch bei rezeptfreien Mitteln.
Wann sollte ich wegen Heuschnupfen zum Arzt?
Bei Atembeschwerden, anhaltendem Husten oder wenn Symptome trotz Behandlung nicht nachlassen. Bei einem Drittel der unbehandelten Betroffenen kann sich Heuschnupfen zu allergischem Asthma entwickeln. Frühzeitig handeln lohnt sich.[5]
Zahlt die Krankenkasse die Desensibilisierung?
Die Allergen-Immuntherapie wird von Schweizer Krankenkassen unter bestimmten Bedingungen übernommen. Die genauen Konditionen hängen von Ihrem Versicherer ab – Arzt oder Apotheke geben eine erste Einschätzung.[1]
⚠ Kann Heuschnupfen zu Asthma führen?
Ja. Und das ist der wichtigste Grund, Heuschnupfen ernst zu nehmen. Bei rund einem Drittel der unbehandelten Betroffenen kann sich Heuschnupfen zu allergischem Asthma entwickeln – der sogenannte Etagenwechsel.[5] Frühzeitige Behandlung kann diesen Übergang deutlich reduzieren.
Wann beginnt die Pollensaison in der Schweiz?
Im Mittelland startet die Saison ab Februar mit Hasel und Erle. Den grössten Peak erleben viele Betroffene im Mai und Juni mit Gräserpollen. Durch den Klimawandel beginnt die Saison tendenziell früher und endet später.[10]

Ihre Situation ist individuell — die Beratung auch.

Apotheken beraten Sie zu Ihren Beschwerden und zeigen auf, welche Massnahmen sinnvoll sein können.

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Stand:

Aktuelle Pollenbelastung Schweiz: MeteoSchweiz Pollenprognose →

Quellen

  1. aha! Allergiezentrum Schweiz – Pollenallergie (Heuschnupfen)
    Prävalenz (~20 %), Symptome, Auslöser, Behandlung, Immuntherapie, Etagenwechsel
    aha.ch – Pollenallergie (Heuschnupfen)
  2. Swissmedic – Wegleitung Zulassung Allergenpräparate
    Regulierung und Zulassung von Allergenpräparaten in der Schweiz
    swissmedic.ch – Wegleitung Allergenpräparate
  3. MeteoSchweiz – Polleninformationen und Pollenprognose
    Regionale Prognosen, Pollenkalender, Messstationen Schweiz
    meteoschweiz.admin.ch – Polleninformationen
  4. Rotpunkt Apotheken – Heuschnupfen Ratgeber
    70 % reagieren auf Gräserpollen; Wirkmechanismus Antihistaminika
    rotpunkt-apotheken.ch – Heuschnupfen Ratgeber
  5. pharmaSuisse – Kampagne Abklärung und Behandlung von Allergien
    Etagenwechsel-Risiko (1/3), Birke/Esche, allergieauslösende Pflanzenarten CH
    pharmasuisse.org – Kampagne Allergien
  6. PMC – Distinct Role of Phleum p 4 in Grass Pollen Allergy (2025)
    Rhinitis als häufigste Manifestation; Hautreaktionen; Hustenreiz; Diagnostik
    pmc.ncbi.nlm.nih.gov – Grass Pollen Allergy (2025)
  7. PubMed – Sublingual Immunotherapy for Seasonal Allergic Rhinitis (2025)
    Klinische Studie: Symptomreduktion durch sublinguale Immuntherapie
    pubmed.ncbi.nlm.nih.gov – Sublingual Immunotherapy (2025)
  8. Cochrane – Allergen immunotherapy for the treatment of chronic asthma (2025)
    Cochrane-Review: Verbesserung der Empfindlichkeit der Atemwege durch Allergen-Immuntherapie
    cochrane.org – Allergen Immunotherapy Asthma (2025)
  9. medinfo-verlag.ch – Pollenallergien: Pharmakologische und spezifische Therapie
    Nasenspülung als dokumentierte Verhaltensempfehlung; Alltagsmassnahmen bei Pollenexposition
    medinfo-verlag.ch – Pollenallergien Therapie
  10. Swisens – Längere Saison für Pollenallergiker
    Klimawandel verlängert Pollensaison in der Schweiz; früherer Saisonstart
    swisens.ch – Längere Pollensaison
  11. aha! Allergiezentrum Schweiz – Kreuzreaktionen
    70 % der Baumpollen-Allergiker mit Kreuzreaktion; Orales Allergiesyndrom (OAS); Birke-Nuss-Kernobst-Syndrom
    aha.ch – Kreuzreaktionen

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